Kein Lohn für harte Arbeit - unglückliche Niederlage gegen Schwenningen
Nicht nur nach dem Spiel wurde viel über Entscheidungen der Unparteiischen in brenzligen Situationen diskutiert. Füchse-Kapitän Sebastian Klenner(Bild) musste sich des Öfteren Pfiffe der Schiedsrichter erklären lassen. Besonderer Streitpunkt war der vermeintliche Ausgleichstreffer der Hausherren zum 3:3 in der 50.Minute. Erst entschied Hauptschiedsrichter Heffler auf Tor, Sekunden später nahm er seine Entscheidung zurück. "Torraumabseits" hieß seine Begründung. Ein Füchsestürmer wurde vom Verteidiger per Stockcheck ins Tor gedrückt, wo fast gleichzeitig auch der Puck einschlug. "Andere Schiedsrichter hätten in solch einer Situation das Tor gegeben, zumindest aber Strafe gegen Schwenningen." - so der aufgebrachte, äußerlich aber beherrschte Füchse-Coach Dirk Rohrbach. Den Füchseverantwortlichen merkte man nach dem Spiel die Verärgerung an. Ein sachliches Gespräch sei mit dem Schiedsrichter nicht möglich gewesen.
Nach einem von Schwenninger Seite stark gespielten ersten Drittel hatten die Lausitzer 1:2 zurück gelegen. Nach dem schnellen Führungstor durch Sleighter(2.) konnte Thomas Götz in der 8.Spielminute ausgleichen. Doch die Wild Wings nutzten eine weitere von vielen guten Möglichkeiten zum 2:1 Pausenstand. Diesen Treffer erzielte Walker in der 16.Spielminute.
Im Mittelabschnitt steigerten sich die Hausherren. Mitten in eine Druckperiode der Füchse gelang den clever agierenden Gästen in der 28.Minute durch einen schnellen Konter der 3.Treffer, der Torschütze hieß diesmal Hooton. Es dauerte bis zur 40.Minute, bis endlich eine Chance der Gastgeber zum Anschlusstreffer genutzt werden konnte. Jens Heyer überraschte aus spitzem Winkel Gäste-Keeper Martinovic. So konnten sich die knapp 2000 Zuschauer im Fuchsbau auf ein spannendes letztes Drittel freuen.
Beide Teams lieferten sich dann auch im Schlussdrittel ein kampfbetontes Spiel, mit Chancen auf beiden Seiten. Die Füchse besaßen mit fortschreitender Zeit immer mehr Spielanteile und erhöhten den Druck auf das Tor von Schwenningen. Mehrfach waren sie dem Ausgleich nahe. Auch nach dem nichtgegebenen Treffer hatten die Fans den Torschrei kaum noch unterdrücken können. Doch das Glück stand den Lausitzern heute nicht bei. Als in der letzten Minute Füchse-Keeper Jonathan Boutin gegen einen sechsten Feldspieler getauscht wurde, trafen die Gäste noch ins verwaiste Füchsetor zum 2:4-Endstand.
Die Fans zollten dem Kampfgeist der Lausitzer Beifall, auch wenn man den Spielern und Fans die Enttäuschung über diese Niederlage deutlich anmerkte.
(Quelle: Barthel/Lückerath - www.eissport-weisswasser.de - 06.01.2012)