Füchse stoßen Tor zum Klassenerhalt weit auf
Am heutigen Abend war in der Lausitz der Schutz der Wölfe außer Kraft gesetzt. Zumal es sich bei der heutigen Population um ein eingewandertes Breisgauer Rudel handelte. Diese ließen sich aber zu Beginn nicht so leicht einfangen und bissen in den ersten 7 Minuten zweimal kräftig zu. Die Treibjagd hatte gerade erst begonnen, da traf Capraro in der 2.Minute zur Wölfeführung. Die heimischen Füchse hatten gerade ihre Wunden geleckt, mussten dann aber in der 7.Minute mit einem Rudelmitglied weniger auf dem glatten Geläuf den zweiten Biss(Sacher) hinnehmen.
Der Fuchsfamilie merkte man in den ersten 10 Minuten die Anspannung dieser wichtigen Aufgabe an. Erst danach entspannte sich die Lage. Vor allem, weil in der 12.Minute Arturs Kruminsch nach schönem Solo der Anschlusstreffer gelang. Bis zur ersten Verschnaufpause fielen trotz guter Füchsechancen keine weiteren Treffer. Aber auch der Hüter des Eingangs, Ryan MacDonald, war nicht arbeitslos, aber stets ein sicherer Beschützer seiner Familie.
Zunächst brachten einige strittige Entscheidungen der Schiedsrichter die Lausitzer Fans in Wallung. Auf dem Eis hatten Albrecht und Klenner in den ersten Minuten des Mittelabschnitts beste Chancen zum Ausgleich, ließen sie aber aus. Eine weitere unverständliche Strafe gegen Bartlick in der 28.Minute nutzten die Wölfe eiskalt nach nur 18 Sekunden durch Mark Heatley. Die Stimmung im Fuchsbau war fast am Boden. Aber nicht mal eine Minute später sah die Füchse-Fan-Welt wieder ganz anders aus. Mit einem Doppelschlag innerhalb von 33 Sekunden glichen die Hausherren durch Treffer von Masek und Lehnigk in der 29.Minute aus. Das bis dahin sehr kompakte Defensivspiel der Breisgauer begann zu bröckeln. Auch weil sie sich nach Einschätzung des Gäste-Trainers Travnicek nicht an das Spielkonzept hielten. "Da versuchten einige Spieler ihr Punktekonto aufzubessern. Wir haben nicht 60 Minuten konsequent durchgespielt. Das war in dieser Saison oft so."
Nach dem schon sehr guten zweiten Drittel aus Sicht der Hausherren, steigerten sie sich im Schlussabschnitt im kämpferischen Bereich noch einmal. Hier war wieder der unbedingte Siegeswillen erkennbar. Die Anfangsnervosität war wie weggeblasen. Die Füchse beherrschten das Wolfsrudel zunehmend. in der 46.Minute gingen die Weißwasseraner durch Danny Albrecht auch erstmals in Führung. Eine ganze Reihe guter Chancen folgte. Doch noch hatten die Breisgauer Wölfe das Glück auf ihrer Seite. Sehr spannend wurde es noch einmal, als bei der Strafzeit von Heyer die Gäste eine Sekunde vor Ablauf den Ausgleich durch Barry Noe(54.) erzielen konnten. Doch die Moral der Füchse war ungebrochen, man wollte dieses Spiel gewinnen. Nur 34 Sekunden später zeigte Richard Hartmann seine Spielintelligenz und schoss Gästekeeper Petrick beim Umrunden des Tores von Hinten an, so dass der Puck ins Tor sprang. Nur er und Schiedsrichter Yazdi sahen es. Von da an waren die Wölfe fußlahm. In der Schlussphase war selbst ein überzähliges Wolfsrudel nicht mehr in der Lage, das Spiel zu kippen. Im Gegenteil, der "Alt"fuchs Sven Valenti nutzte im zweiten Spiel nach seiner Verletzungspause die Chance und traf ins verwaiste Gästetor. Die letzten 48 Sekunden des Spiels fanden auf den Rängen statt. Nach der Schlusssirene freuten sich die 20 Füchse wie kleine Kinder und fielen sich auf dem Eis in die Arme.
Dass die Mission "KLASSENERHALT" jetzt noch schief gehen sollte, daran glaubt wohl niemand mehr. Im ungünstigsten Fall brauchen die Füchse noch 2 Punkte aus den letzten 4 Spielen. (Quelle: Barthel/Lückerath - www.eissport-weisswasser.de - 27.03.2011)