Sieg der momentan heißesten Mannschaft der Liga
Der Vattenfall-Tag wurde zu einem sportlichen Festtag. 500 Karten vergab der Sponsor an seine Belegschaft. Viele von ihnen werden nach dieser Werbung für den Eishockeysport sicher wieder in den Fuchsbau kommen. Die insgesamt 2176 Zuschauer sahen vor allem im zweiten Drittel eine Gala-Vorstellung der Lausitzer Füchse. Nach dem 0:1-Pausenstand drehten die Hausherren innerhalb von 8 Minuten das Spiel und gingen durch glanzvoll herausgespielte Tore mit 3:1 in Führung. Im Schlussdrittel sicherten die Weißwasseraner den wichtigen Erfolg mit Übersicht und taktischer Disziplin. "Wir haben gegen die momentan heißeste Mannschaft der Liga verloren, weil wir im zweiten Drittel schlecht gewechselt haben." so Gästetrainer Peter Draisaitl nach dem Spiel.
Füchse-Trainer Thomas Popiesch meinte darauf hin, dass man dieses Lob gerne hört. Seine Mannschaft hat vor allem im zweiten Drittel sehr gut gearbeitet und schöne Tore erzielt. Auch mit dem letzten Spielabschnitt war er sehr zufrieden.
Der Start ins Spiel gehörte dagegen den Gästen. Mit guter Raumaufteilung, harter Arbeit am Mann und schnellem Umschalten von der Verteidigung auf Angriff machten die Gäste den Füchsen immer wieder zu schaffen. So hatten die Tower Stars auch die ersten Chancen im Spiel. Aber Ryan MacDonald war von Beginn an hellwach. In Überzahl der Gäste war er dann aber doch machtlos, weil der Schuss von Markus Busch noch abgefälscht wurde. Danach gab es weitere Zittereinlagen der Füchseverteidigung, die die Gäste jedoch nicht nutzen konnten. Bis zum Ende des Drittels fanden die Hausherren aber immer besser ins Spiel.
Es kam eine "neue" Füchse-Mannschaft auf das das Eis und zauberte von Beginn an. Die Gäste wurden dominiert und kamen kaum noch aus ihrem Verteidigungsdrittel heraus. Die ersten 8 Minuten dieses Mittelabschnitts gehören zu den besten Minuten der Füchse in dieser Saison. Alle drei Tore waren Leckerbissen. Erst traf Opa Ervin mit einem gezielten Schlenzer in der 22.Minute in Überzahl zum Ausgleich. Dann kam der große Auftritt des heute erneut stark spielenden Thomas Götz. Er ließ die gesamte Gästeabwehr aussteigen und bediente Preston Mizzi mustergültig(28.). Nur 72 Sekunden später traf Marvin Tepper nach lehrbuchreifem Zuspiel von Chris Straube zur 3:1-Führung. Optisch das schönste Tor des Abends. Die folgende Auszeit durch Gästetrainer Draisaitl brachte wieder etwas Ruhe in das Spiel seines Teams. Mit diesem Ergebnis ging es in die letzte Drittelpause.
Ravensburg bewies im Schlussdrittel Kampfgeist. Sie gaben das Spiel noch nicht verloren und verstärkten ihre Offensive. Doch in der 44.Minute nutzte Preston Mizzi eine Lücke und spielte den mitgelaufenen Kevin Young in Mittelstürmerposition an. Dieser ließ sich die Chance nicht nehmen und vollendete in Penaltymanier. Das Tor stand den anderen Füchse-Treffern in nichts nach. Beeindruckend war, dass auch nach diesem Gegentor die Tower Stars nicht aufgaben. Im Gegenteil, sie verstärkten den Angriffsdruck und kamen in der 50.Minute durch Kostyrev auf zwei Tore ran. Auch wenn die optische Überlegenheit der Gäste zunahm, ins Schwimmen kamen die Lausitzer bis zum Spielende nicht mehr. Bereits in der 58.Spielminute nahm der Gästetrainer seinen Torhüter vom Eis um mit 6 Feldspielern noch zum Erfolg zu kommen. Die Füchsefans zählten unterdessen die Anzahl der Weitschussversuche der Blau-Gelben, die aber bis zur Schlusssirene zum Icing wurden. Der siebente Punktgewinn in ununterbrochener Reihenfolge war nicht mehr gefährdet. Damit haben die Füchse im Februar 20 Punkte erkämpft. Platz 8 scheint sicher, Platz 6 bleibt möglich. (Quelle: Barthel/Lückerath - www.eissport-weisswasser.de - 27.02.2009)